Pressemeldung Vom 26.03.2015

Käfigeier oft als Ostereier getarnt – Intransparente Produktkennzeichnung unterstützt weiterhin Tierleid

 

Schokohase, Hefekranz und bunt gefärbte Eier: Ostern steht vor der Tür und natürlich dürfen auch die typischen Oster-Spezialitäten nicht fehlen. Doch gerade bei bunt gefärbten Eiern sollte der Verbraucher genauer hinschauen, da es sich hierbei oft um Eier aus Käfighaltung handelt. Der Grund: Gekochte und gefärbte Eier sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen, darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Während sich viele Verbraucher beim Frühstücksei bewusst gegen Käfigeier entschieden haben und auf solche mit der Ziffer „3“ verzichten, ist die Herkunft der Eier unter der Farbschicht nicht erkennbar. Der Verband appelliert daher an die Verbraucher, nur gefärbte Eier, die explizit als Eier aus Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung gekennzeichnet sind, zu kaufen, oder Eier selbst zu färben. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln wie Nudeln, Fertigkuchen und Keksen geboten. Häufig sind darin ebenfalls Käfigeier enthalten.

 

Obwohl die Anzahl der veganen Produkte zunimmt, werden gerade in Fertigprodukten milliardenfach Eier aus Käfighaltung verarbeitet. Dabei sind bei den Verbrauchern Käfigeier längst durchgefallen: Seit die Käufer anhand eines auf den Eiern aufgedruckten Zifferncodes erkennen können, aus welchem Haltungssystem diese stammen, ist der Verkauf von Käfigeiern stetig zurückgegangen. Viele Discounter und Handelsketten haben diese Eier ganz aus dem Angebot genommen. Jetzt muss sich diese Entwicklung bei den Fertigprodukten fortsetzen.

 

Dafür braucht es nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes eine gesetzlich verankerte Kennzeichnungspflicht. Denn nur selten ist bei Fertigprodukten klar ersichtlich, aus welcher Haltungsform die tierischen Zutaten stammen. Nur bei Produkten, die ausdrücklich als Bio gekennzeichnet sind, ist sichergestellt, dass die Eier aus tiergerechter Haltung stammen. Denn diese Eier sind aus ökologischer Landwirtschaft, d.h. unter anderem, dass die Hennen Auslauf ins Freie haben. Bei allen Produkten ohne weiteren Hinweis auf die Herkunft der Eier (wie Boden- oder Freilandeier) ist davon auszugehen, dass diese von Hennen aus Käfighaltung stammen. Hier leben die Tiere auf engstem Raum unter nicht artgerechten Bedingungen – verbunden mit immensem Stress und Leiden. Daran ändern auch die oft auf der Verpackung aufgedruckten bunten Hofbilder nichts.

 

Weitere Verbrauchertipps zu Ostern finden Sie hier: www.tierschutzbund.de/ostern

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