Pressemeldung vom 25.09.2016

Einweihung in Weidefeld

Neue Reptilienstation und Quarantäne für Papageien

 

Das Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes hat am 24. September sein neues Reptilienhaus eingeweiht. Mit dem Haus hat der Verband eine artgerechte Unterbringungsmöglichkeit für Reptilien geschaffen, mit welcher er einspringen kann, wenn angeschlossene Tierschutzvereine Hilfestellung benötigen und Behörden Reptilien unterbringen müssen. Ebenfalls neu ist eine moderne Quarantänestation für Papageien.

 

„Reptilien – darunter vor allem Wasser- und Landschildkröten, Bartagamen und Nattern – landen immer häufiger in den Tierheimen“, berichtet Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Für die Tierheime ist die artgerechte Unterbringung eine Herausforderung – vielen Vereine fehlt dazu die notwendige Infrastruktur“. Wolfang Apel, Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes, der das Projekt Weidefeld seit Anfang an für das Präsidium verantwortlich betreut, ergänzt: „Die neu geschaffene Reptilienstation kann die Tierschutzvereine entlasten und bei der Unterbringung von durch das Veterinäramt beschlagnahmten Tieren einspringen.“

 

Soweit möglich, will das Zentrum die aufgenommen Reptilien in sachkundige Hände vermitteln. Schwer bis gar nicht vermittelbare Tiere, die dauerhaft in Weidefeld ein Zuhause finden, sollen auf die Problematiken bei der Reptilien-Haltung aufmerksam machen und gleichzeitig interessierten Privathaltern zeigen, wie eine artgerechte Unterbringung realisierbar ist. Das 400 Quadratmeter große Haus mit großzügigen Volieren und Terrarien erhält in den kommenden Wochen zusätzlich eine überdachte Freianlage und Teichanlagen für Wasserschildkröten sowie ein Gewächshaus samt Freianlagen für Landschildkröten. Die ersten Tiere sollen zum Ende des Jahres einziehen.

 

Papageienhaus mit neuer Quarantänestation

Ebenfalls realisiert hat der Deutsche Tierschutzbund eine neue Quarantänestation für Papageien. Tiere, die beschlagnahmt oder aus schlechter Haltung übernommen werden, leiden oftmals unter Krankheiten, etwa Retroviren, die auf andere Papageien übertragbar sind. Da die Erreger „schlummern“ und Krankheiten meist erst in Stresssituationen ausbrechen, ist der Gesundheitsstatus von Papageien schwer einzuschätzen. Statt in separaten Kleinvolieren können Neuankömmlinge nun in der neuen Station artgerecht unterkommen.

 

Finanziert werden konnten das Reptilienhaus und die Papageienquarantäne durch die Spenden zahlreicher Tierfreunde. All jene, die das Zentrum in Weidefeld mit einer Patenschaft unterstützen, können am Tag der Einweihung „ihre“ Tiere im Rahmen des Patentags besuchen. Auch an anderen Tagen kann das Zentrum in Weidefeld nach Anmeldung besichtigt werden.

 

 

Mehr zu den Einrichtungen des Zentrums in Weidefeld finden Sie hier: www.tierschutzbund.de/organisation/einrichtungen/weidefeld/einrichtungen

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