Pressemeldung vom 23.10.2015

Vorsicht Wildwechsel! Zeitumstellung erhöht Unfallrisiko

Mit der Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit am kommenden
Sonntag (25.10.) steigt für Autofahrer die Wildunfall-Gefahr. Der
Grund: Indem die Uhr um eine Stunde zurückgestellt wird, fällt der
Berufsverkehr weitestgehend genau in die Dämmerung und somit in
die Zeit der Nahrungssuche von Wildtieren. Neben unzähligen Igeln,
Mardern, Greif- und Singvögeln, sterben jedes Jahr im Durchschnitt
allein etwa 200.000 Rehe und über 20.000 Wildschweine im
Straßenverkehr. 247.000 Wildunfälle ereigneten sich nach Angaben
der deutschen Versicherer allein im Jahr 2013. Dabei kann jeder
Autofahrer einen Beitrag zur Reduzierung der erschreckend hohen
Tieropferzahl leisten, indem man gerade in Risikogebieten die
Geschwindigkeit anpasst, so der Deutsche Tierschutzbund.
Besonders gefährlich sind Straßen durch Feld- und Waldgebiete – auch
dann, wenn keine Schilder auf den Wildwechsel hinweisen. Zur
Vorbeugung ist dort verstärkt eine vorsichtige und vorausschauende
Fahrweise sinnvoll, rät der Deutsche Tierschutzbund. So lange
herannahende Fahrzeuge nicht schneller als 50 bis 60 km/h fahren, haben
Wildtiere zumindest noch eine Chance zur Flucht. Autofahrer sollten
einen ausreichenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten,
bremsbereit sein und die Seitenstreifen im Blick behalten. Nur so hat der
Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen. Taucht Wild am
Straßenrand auf, kann man versuchen, es durch lautes Hupen auf die
Gefahr aufmerksam zu machen und vom Straßenrand zu vertreiben. Die
Scheinwerfer aufzublenden bewirkt eher das Gegenteil. Das grelle Licht
kann die Tiere verwirren und ihnen jede Orientierungsmöglichkeit
nehmen. Oft geraten sie erst dadurch wirklich in Gefahr. Zudem ist zu
beachten, dass einem Tier, das die Straße überquert, oft weitere folgen.
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, ist umgehend die
Unfallstelle abzusichern und die Polizei vor Ort zu informieren. Jeder
Fahrzeugführer hat die ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um
ein angefahrenes Tier zu kümmern. Aber auch eine Person, die den Unfall
nicht selbst verursacht hat, sollte nicht wegschauen, sondern handeln.
Tipps zum richtigen Verhalten bei Wildunfällen finden Sie hier:
www.tierschutzbund.de/ihre-fragen-unsere-antworten/artenschutz/erstehilfe-
bei-unfaellen.html

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