Pressemeldung vom 06.04.2017

Ostereier: auf die Herkunft achten

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, zu Ostern auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen, etwa auf Bioeier oder Eier mit dem Label „Für Mehr Tierschutz“. Aber auch bei verarbeiteten Eiern sollten Verbraucher genauer hinsehen, denn der Hersteller muss dort keine Angabe zur Haltungsform machen. Noch immer leben 3,5 Millionen Legehennen in Deutschland in sogenannten Kleingruppen-Käfigen, außerdem werden Käfigeier aus dem Ausland importiert.

In diesem Jahr lebten in Deutschland erstmals mehr Hennen in Bio- als in Käfighaltung – ein Erfolg für den Tierschutz. Doch neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen nach wie vor aus der Kleingruppen-Käfighaltung, die erst ab 2025 gesetzlich verboten ist. Die Eier finden sich vor allem in Ei-enthaltenden Produkten – in Eierlikör, Nudeln, Backmischungen, Kuchen oder Fertigprodukten. Eine Kennzeichnung nach Haltungsform ist hier nicht verpflichtend. Bei gefärbten, hart gekochten Ostereiern haben viele Handelsunternehmen bereits auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert und machen freiwillig eine Angabe zur Haltungsform – der Großteil der bunten Eier stammt heute aus Bodenhaltung. Der Deutsche Tierschutzbund fordert für verarbeitete Eier jedoch eine verpflichtende Kennzeichnung. Bis dahin sollten Verbraucher auf nicht gekennzeichnete Produkte besser verzichten. Denn: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handelt es sich meist um Käfigeier.

Frische Käfigeier sind aus den Regalen verschwunden
Seit Einführung der Kennzeichnungspflicht für frische Schaleneier sind Käfigeier mit der Ziffer „3“ beim Verbraucher durchgefallen und nicht mehr erhältlich. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, bei frischen Eiern eher solche aus Freiland- (Ziffer „1“) als aus Bodenhaltung (Ziffer „2“) zu kaufen. Höhere Haltungsstandards haben Eier aus Biohaltung (Ziffer „0“). Auch das Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes garantiert bessere Bedingungen: Die Hennen haben sowohl in der Einstiegs- als auch in der Premiumstufe des Labels mehr Platz und mehr Beschäftigung als in der konventionellen Boden- bzw. Freilandhaltung.

Beim österlichen Kochen und Backen können Verbraucher auch auf pflanzliche Ei-Alternativen, wie Sojamehl, reife Bananen, Apfelmus, Tomatenmark oder Seidentofu, zurückgreifen. Anregung gibt der Deutsche Tierschutzbund aktuell in seinem Mitgliedermagazin DU UND DAS TIER – mit einem Backrezept für ein veganes Osterlamm (www.duunddastier.de/veganes-osterlamm).

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