Pressemeldung Vom 01.10.2014

Der Deutsche Tierschutzbund warnt zum diesjährigen Welttierschutztag (4.10.) Handel und Discounter davor, die Preisspirale für Fleisch und andere tierische Produkte weiter nach unten zu drehen. Opfer dieser fatalen Preispolitik sind die Millionen Tiere in den tierwidrigen Haltungssystemen, aber auch die Landwirte, die unter den heutigen Preisbedingungen kaum in mehr Tierschutz im Stall investieren können.

 

„Billigpreise sind eine Systemfrage. Wer Fleisch und andere tierische Produkte zum Billigpreis anbietet, der macht sich mitschuldig am Leid der Tiere in den Ställen“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, zur Kampagne anlässlich des Welttierschutztages 2014 und: „Auch der Gesetzgeber, der zulässt, dass Tiere enger und immer intensiver und damit einhergehend immer billiger gehalten werden, ist Mittäter.“

 

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert auch an den Verbraucher, denn wer Fleisch isst, muss beim Einkauf mitentscheiden und bereit sein, ein Mehr an Tierschutz auch mit einem höheren Preis zu honorieren. Derzeit sind tiergerechter erzeugte Produkte nur schwer für den Verbraucher erkennbar. „Verbraucher haben Macht, aber sie brauchen auch die richtigen Instrumente. Wer Fleisch isst, muss erkennen können, wie es dem Tier ergangen ist. Wir brauchen eine klare Kennzeichnung nach Haltungsform“, so Schröder. Auf Billigangebote, die oft in falscher Werbeidylle angepriesen werden, sollte in jedem Fall verzichtet werden. Tierschutz ist zu Dumpingpreisen nicht machbar.

 

Mit einer Aktion vor dem Brandenburger Tor hat der Deutsche Tierschutzbund auf sein diesjähriges Motto „Dauerhafte Billigpreise für Fleisch senken das Tierschutzniveau“ aufmerksam gemacht. Eindrücke davon vermittelt ein neuer Video-Podcast.

 

Der Welttierschutztag (4.10.) geht zurück auf den Heiligen Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere. Bundesweit werden auch viele der über 750 Mitgliedstierschutzvereine Aktionen rund um das Thema an diesem Tag durchführen.

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