Pressemeldung 03.02.2015

Messe Jagd und Hund:

Deutscher Tierschutzbund kritisiert Veranstalter

 

Heute startet in Dortmund die Messe „Jagd und Hund“. Neben Themen wie Geländewagen, Jagdmusik und Forsttechnik hält die Messe allerlei Tierquälerei bereit, kritisiert der Deutsche Tierschutzbund: Veranstalter werben für weltweite Safaris und der Designer Nikolas Gleber präsentiert unter dem Deckmantel „Friendly Fur“ Pelz von bei der Jagd getöteten Füchsen. Tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd oder die Baujagd bleiben dabei unerwähnt, ebenso die Tatsache, dass die Fuchsjagd insgesamt kaum zu rechtfertigen ist und jährlich etwa fünf Millionen Wildtiere allein in Deutschland ihr Leben lassen. Zeitgleich findet in Dortmund auch die Messe „Fisch und Angel“ statt. Auch dort wird das Töten von Tieren als Hobby gefeiert.

 

„Das Siegel ‚Friendly Fur‘ ist eine komplette Mogelpackung. Es gibt keinen Pelz von glücklichen Füchsen, nur von sinnlos getöteten. Dass die Veranstalter dieser Tierquälerei eine Bühne bieten, ist traurig“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Fuchsjagd ist mit erheblichen Tierschutz-problemen verbunden. So führt die grausame Baujagd häufig zu schweren Verletzungen durch Kämpfe zwischen Fuchs und Jagdhund. Immer wieder kommen auch Jagdhunde in den Fuchsbauten zu Tode, was seitens der Jägerschaft gerne verschwiegen wird. Deswegen plant Nordrhein-Westfalen auch ein Verbot der Baujagd, in Baden-Württemberg wird sie stark eingeschränkt. Der Deutsche Tierschutzbund erneuert seine Forderung nach einer grundlegenden Novellierung des deutschen Jagdrechts. Einzelne Jagdpraktiken, z.B. die Jagdhunde-ausbildung an lebenden Enten oder tierschutzwidrige Jagdmethoden wie die Fallenjagd müssen verboten werden.

 

Darüber hinaus bewirbt die Messe Safaris in aller Welt, damit Jäger der Trophäenjagd nachgehen können. Schröder  dazu: „Der angebliche Nutzen der Trophäenjagd zur Armutsbekämpfung und als Artenschutzmaßnahme ist bereits mehrfach widerlegt und nichts weiter als ein Feigenblatt für ein fragwürdiges Hobby.“

 

Unter dem Titel „Fisch und Angel“ ist auch der Angelbereich vertreten. Dass beim Angeln leidensfähigen Tieren millionenfach und grundlos zur Freizeitbeschäftigung Schmerzen zugefügt werden, ist dem Großteil der Öffentlichkeit kaum bewusst. Den Anglern und Sportfischern ist es dagegen offenbar völlig gleichgültig. Der Deutsche Tierschutzbund fordert auch hier strengere Gesetze, die anerkennen, dass es sich bei Fischen um schmerzempfindliche Lebewesen handelt. Angeln als Sport und zur Freizeitbeschäftigung ist aus Sicht des Tierschutzes nicht zu rechtfertigen.

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